Chip-con Prometeia im Test  (Seite 2/3)

Autor: Stefan Gebhardt

 

Das Kühlsystem im Detail:

Wie bereits im Vorwort beschrieben, ist das Prometeia-System in der Lage, die auf dem Prozessor aufsitzende Kühleinheit auf bis zu ca. -40C zu kühlen. Die zum Einsatz kommende Technik ähnelt dem bereits in KryoTech und VapoChill Systemen vorhandenen Kühleinheiten und basiert auf dem Prinzip eines Kühlschranks. Das System setzt sich vereinfacht beschrieben aus einem Kompressors, einem Microfreezer und einem Verdichter (auch als Kondensator bekannt) sowie der entsprechenden Steuerungs- und Reglungstechnik zusammen. Eine entsprechende Animation zur Wirkungsweise des Systems befindet sich auf der Webseite von Danfoss, der Firma der bereits Vapochill bei der Auswahl des "Verdichters" vertraut hat.

Im unteren Teil des Gehäuses befindet sich die eigentliche Kühleinheit des Systems, bestehend aus dem zentral angeordneten Kompressor. An der Gehäusefront ist ein Kondensator (erkennbar an den "Kupfer-Kühlschläuchen") mit einem aufgesetzten 120mm Lüfter angeordnet. Ein weiterer 120mm Lüfter an der Rückseite des Gehäuse bewirkt einen stetigen Wärmeaustausch und schützt so das System vor einer möglichen Überhitzung. Die gesamte Elektronik zur Steuerung und Regelung des Kühlkreislaufs befindet sich ebenfalls im unteren Teil des Systems. Lediglich der als Microfreezer bezeichnete Aufsatz für die CPU befindet sich im oberen Teil. Alle Komponenten werden über eine separate 230V Versorgung betrieben, so dass für den eigentlichen Rechner ein 330W Netzteil ausreichend dimensioniert ist.

An der Gehäusefront befindet sich eine entsprechende Anzeige der aktuellen Temperatur. Des weiteren kann über die entsprechenden Bedienelemente der Startpunkt des Systems (später mehr dazu) festgelegt werden. Unterhalb der Anzeige sind  Kupferrohre und die Kühllamellen des Kondensators erkennbar.

Das eigentliche Herzstück des Systems ist das von Chip-con auf den Namen "Microfreezer" (MFT) getaufte Teil des Systems, welches zum Patent angemeldet wurde. Der MFT besteht aus einem Verdampfer (Evaporator) und einer entsprechenden Isolierung, welche auf der CPU montiert ist. Bestandteil des CPU-Aufsatzes ist auch eine entsprechende Temperatursonde, welche die für die Regelung des Kühlsystems notwendigen Daten liefert. Das ganze System wird fest mit dem Mainboard verschraubt. Die Temperatur des äußeren Gehäuses, des luftdichten "Microfreezers", befindet sich jederzeit oberhalb des Taupunkts, so dass kein Kondenswasser außerhalb des MFT und somit im Gehäuse entstehen kann.

 

Anhand der Seitenansicht kann man gut die "Sandwich"-Bauweise des "Microfreezer" erkennen. Zwischen den einzelnen Lagen ist das Isolationsmaterial sichtbar, dass im Falle einer Demontage des MFT je nach Zustand erneuert werden muss. Die im Lieferumfang enthaltene Menge an Material reicht für weit über ein Duzend entsprechende Vorgänge aus.

 

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